Das Nerdenschiff

Das Nerdenschiff
Es dürfte aufgefallen sein, dass hier beim Buddelfisch in letzter Zeit nicht mehr so wirklich viel los ist. Das ist bedauerlich, aber nicht als Dauerzustand gedacht. Derweil sind die Buddelfische alle mit anderen Dingen (teils durchaus kreativer Art) beschäftigt. Manche von denen sorgen sogar dafür, dass ihr irgendwann mal eine zweite "Strichmann"-Buchausgabe in Händen halten solltet (an dieser Stelle ein dezenter Hinweis, die erste zu kaufen... notfalls ein zweites Mal). ALSO WO IST EUER PROBLEM? *hüstel* Damit ihr in der Zwischenzeit nicht nur an die Raufasertapete starren müsst, verweisen wir an dieser Stelle mal auf ein paar Kollegen, die nicht nur allesamt komische Comicleute sind, sondern auch einen Podcast haben: Den Nerd Ship Podcast. Darin treffen sich ein paar schlimme ...
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Karl May: „Winnetou“
Dieser Tage strahlte RTL eine dreiteilige „Winnetou“-Neuverfilmung aus. An sich genau die Art von Projekt, die ich kommentieren würde. Mache ich aber (noch) nicht. Der Grund: Seit Ewigkeiten habe ich diesen Artikel über die drei „Winnetou“-Romane auf Halde liegen und auf den werde/würde ich mich beziehen müssen. Daher hier erst mal etwas zur Vorlage, ehe ich demnächst - vielleicht - was über den Film-Dreiteiler schreibe. Oft beklagte ich den Zustand der deutschen Popkultur, die sich nicht traut, herausragendes zu schaffen, oder sich auch nur ernst zu nehmen. Dabei sollte ich aber nicht aus den Augen verlieren, dass es durchaus auch mal anders war. So gibt es schließlich zumindest einen deutschsprachigen Trivialautor der ohne jeden Zweifel sogar einen nahezu mythologischen Status ...
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„Kevin allein zu Haus und in New York“ oder Der wahre Alpha-Kevin
„Kevin allein zu Haus" 1991) & "Kevin allein in New York“ (1992) von Chris Columbus Als der erste Teil rauskam, war er überall und spielte Tonnen an Geld ein. Ich habe ihn damals nicht gesehen und hatte auch schlicht kein Interesse daran. Was ich davon mitbekam, war mir irgendwie unsympathisch: Ich mochte Macaulay Culkins Schrei-Gesicht nicht und die Idee, Kindern zu zeigen, wie man mit einfachen Haushaltsmitteln Todesfallen baut, schien mir fragwürdig (ja, ich war wohl ein äußerst spießiger Zehnjähriger). Irgendwie mauserte sich der einstige Blockbuster bald zu einem Weihnachtsklassiker, so dass ich mich jeden Dezember wieder weigern konnte, ihn zu sehen. Die Nerdwelt mochte diskutieren, ob der erwachsene Kevin der Jigsaw-Killer aus den „Saw“-Filmen ist und ob es Solid ...
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„Rogue One“ oder „Star Wars“ musste erst aufhören, „Star Wars“ zu sein, ehe es wieder „Star Wars“ werden konnte
„Rogue One“ (2016) von Gareth Edwards Ihr alle habt (gefälligst!) meine Frustration über „Star Wars Episode VII – The Force Awakens“ mitbekommen. Schon damals stöhnte ich ob der Zukunftsaussicht, diesen Frust jedes Jahr neu zu erleben (denn dass ich die Filme trotzdem im Kino ansehe und damit das fördere, was mir missfällt, ist klar). Nun bin ich optimistisch, es vielleicht nur jedes zweite Jahr erleben zu müssen, denn zwischen den weiteren Episoden, in denen mich Mary Sue Ray langweilen wird, kommen die „Star Wars Tales“, die eigene Wege beschreiten können. Dieses Interquell spielt vor „Krieg der Sterne“ (wie „Episode IV - A New Hope“ in meinem Herzen immer heißen wird) und erzählt die Geschichte der dort am Rande erwähnten Rebellen, ...
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„Fantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ oder Dieser Harry-Potter-Film ohne Harry Potter
„Fantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ (2016) von David Yates Früher hatten Buchverfilmungen meist das Problem, dass sie viel zu frei angegangen wurden und aus Laufzeitgründen zu viel daraus gekürzt wurde, was die Geschichte ausmacht. Letzteres wünsche ich mir dieser Tage manchmal direkt zurück: Nachdem ja schon einzelne Romane, die keineswegs zu komplex für 90 Minuten gewesen wären, zu Zweiteilern aufgeblasen wurde, errichtete „Der Hobbit“ ja einen neuen Rekord, indem er soviel neues Material hineinnahm, ein schmales, nettes Kinderbuch zu einem Großepos aus drei weit überlangen Filmen zu strecken. Um noch mehr süßes Geld aus der Zitze der Cash Cow Harry Potter zu saugen, geht man jetzt aber noch eine neue Dimension an: „ Fantastische Tierwesen und wo ...
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"A House Divided Bd. 1 - Ein gefährliches Erbe" von Haiko Hörnig & Marius Pawlitza
"A House Divided Bd. 1 - Ein gefährliches Erbe" von Haiko Hörnig & Marius Pawlitza, Carlsen, 2016 DISCLAIMER: Der Autor dieser Zeilen ist seit einigen Jahren mit den Machern des heute besprochenen Comics bekannt. Um den Verdacht der Befangenheit auszuschließen, wird er dieses Review darum mit unrühmlichen Fakten versehen, welche zweifelsfrei seine Abscheu gegen die beiden belegen. Das Waisenmädchen Henrietta erlebt den Waisenkinderklassiker, das ungeheure Erbe eines ihr unbekannten Verwandten anzutreten. Dieses Erbe besteht jedoch aus einem unfassbar hohen, jeder vernünftigen Architektur widersprechendem Haus, dessen labyrinthisches Inneres so groß ist, dass sich darin mehrere Parteien befinden, die miteinander im offenen Krieg liegen. Fakt: Haiko Hörnig ist nur einen Meter zehn groß, wiegt jedoch 105 Kilo. Die Fantasywelt, in der die ...
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Der König der Kannibalen oder ein ehrlicher ß-Film
Der König der Kannibalen (2015) von Master W Wieder mal Zeit für ein Doppelreview! Diesmal in Zusammenarbeit mit Sonderland.org, wo sich auch der zweite Teil davon findet. „Das Geheimnis der Zauberpilze“ war ja ein durchaus eigener Film, der schon aus dem deutschen Amateur-Schmodder-Einerlei hervorstach, aber das Prädikat „gut“ leider noch um ein Stück verfehlte. Ein wirklich klassisches „Gut“ kann ich auch dem Nachfolger „König der Kannibalen“ nicht geben, aber innerhalb seines (ja soviel Leid schaffenden) Umfeldes sticht er heraus. Nicht, weil er einem „richtigen“ Film ähnlicher ist, sondern gerade, weil er es nicht ist und sein eigenes Ding macht. Zuvor ein hausgroßer DISCLAIMER: Unser ja nicht durchgehend freundliches Review damals lohnten uns die Jungs von P.S.Y.C.H.O. Productions damit, uns das ...
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„Star Wars – Episode 7: Das Erwachen der Macht“ oder Das Entschlafen des Interesses (UPDATE)
„Star Wars – Episode 7: Das Erwachen der Macht“ (2015) von J. J. Abrams Machen wir es kurz und unaufgeregt: „Das Erwachen der Macht“ ist kein schlechter Film, aber hat mich vollkommen kalt gelassen. Im Vorfeld gelang es mir schon nicht, irgendwie am Hype mitzumachen, der die Welt seit dem ersten Teaser erfasste. Auch, als sowohl Mitbuddelfische als auch meine Freundin davon begeistert waren, blieb mein Verlangen klein. Insofern könnte man mich durchaus als voreingenommen bezeichnen. Als dann aber die berühmte John-Williams-Musik ertönte und der ebenso berühmte Anfangstext erschien, war ich als alter „Star Wars“-Fan gleich wieder gerührt. Der Anfang, in dem der Storm Trooper Finn (erst nur durch einen blutigen Handabdruck an seinem Helm markiert) erkennt, dass er nicht ...
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