6 Comments

  1. TomHorn
    Jun 30, 2014 @ 12:40:25

    Scheint ja ein toller Typ gewesen zu sein, der Elliot. Wenn das Buch in gedruckter Form verlegt würde, würde ich hoffen, dass es nicht wieder gefunden wird…

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    • Sebastian Kempke
      Jul 01, 2014 @ 09:23:02

      Das wäre wünschenswert!

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  2. Tante Jay
    Jul 01, 2014 @ 15:18:18

    Im Gegenteil. Das MUSS wiedergefunden werden. Entsprechend aufbereitet, mit Erklärungen versehen und als Zeugnis, was Vernachlässigung und Ablehnung aus Kindern machen können.

    Amokläufe wird man nicht verhindern, indem man die Augen zumacht.

    Sondern indem man die Amokläufer als die Massenmörder und Idioten brandmarkt, die sie sind.

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  3. Dirk M. Jürgens
    Jul 01, 2014 @ 18:19:31

    Wobei ich nicht weiß, ob man hier wirklich etwas hätte verhindern können.
    Ich habe jetzt nur ihn selbst als Quelle für Details und auch da zeigt er schon mächtig antisoziale Tendenzen (wie im bald kommenden zweiten Teil näher ausgeführt), aber deshalb besorgte man ihm ja auch therapeutische Hilfe. Dass er nicht nur ein verquerer, unglücklicher Nerd, sondern gefährlich war, war vielleicht nicht wirklich zu sehen, so dass man auf Verdacht ungern gleich härtere Zwangsmaßnahmen gegen ihn einleiten wollte.
    Wie vernachlässigt oder abgelehnt er nun wirklich war, ist schlecht zu sagen, da er selbst ja wie gesagt wenig Kontakt herstellte und sich vor allem auf materielle Bedürfnisse beschränkte.

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    • Sebastian Kempke
      Jul 01, 2014 @ 19:13:32

      Es ist eine zweischneidige Angelegenheit und da darf man sicher auch unterschiedlicher Meinung sein. Manch einem Amokläufer soll es ja um möglichst viel Aufmerksamkeit gehen. Da sie vielleicht nicht dazu in der Lage sind, irgendwelche Abstufungen vorzunehmen, was die Qualität der Aufmerksamekeit betrifft, wird “Aufmerksamkeit um jeden Preis” sicher eine Option sein. Und die verstärkt man eben noch, wenn man es zu breit tritt in der Öffentlichkeit. Aber who knows.

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      • Dirk M. Jürgens
        Jul 01, 2014 @ 19:37:07

        Das war auch meine Sorge im Vorfeld – auch, wenn er selbst es nicht mehr mitbekommt, bestätigt man durch seine Behandlung halt, dass Morde ein guter Weg sind, um Aufmerksamkeit zu bekommen.

        Aber da er nun eh schon allgegenwärtig war, sah ich den Schaden hier als relativ gering an. Jeder kannte seinen Namen und sein Gesicht, aber durch die Instrumentalisierung verschiedenster Parteien wurde er allgemein als Opfer der Umstände oder Gesellschaft dargestellt, während sein Buch eben eine einzige Chronik kindischen Narzissmus’ ist. Da schien es mir dann gerechtfertigt, diesen Aspekt, der zu oft vergessen wird, in den Vordergrund zu rücken und so sein Andenken mit etwas mehr verdienter Lächerlichkeit zu beflecken.

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